10 Schritte, um achtsam selbstständig zu sein ohne im Hamsterrad zu leben

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10 Schritte, um achtsam selbstständig zu sein ohne im Hamsterrad zu leben

Achtsamkeit, das ist ein Wort, das mittlerweile für viele ganz schön ausgelutscht ist. Doch bevor du jetzt genervt wegklickst: Keine Sorge, das wird kein Artikel darüber, der dir sagt, dass du mehr Yoga machen sollst oder, dass Meditieren dich zu deiner inneren Mitte bringt. Denn vielleicht geht es dir wie mir vor 2 Jahren, und du hast schon (frustriert) festgestellt, dass mehr Bewegung und Meditation leider noch nicht des Rätsels Lösung für ein entspannte(re)s Leben ist und schon gar nicht das Patentrezept, wenn du ganzheitlich achtsam selbstständig sein möchtest.

Nun… das Patentrezept habe ich zwar wahrscheinlich auch noch nicht gefunden, aber immerhin eine, für mich, neue Sichtweise auf das ganze Thema Achtsamkeit und wie mensch es auf die eigene Selbstständigkeit übertragen kann. Denn auch wenn manch eine:r etwas anderes behauptet, erfolgreich und zufrieden sind wir nicht ausschließlich, wenn wir den ganzen Tag hustlen und jeden Tag 20 Extra-Meilen gehen. Ich zumindest, habe da ganz andere Erfahrungen gemacht. 🙂

Es gibt nicht nur einen Weg, um achtsam selbstständig zu sein

Wer mich ein bisschen kennt, weiß, dass ich kein Fan von einseitigen Sachen bin, ich versuche immer Dinge ganzheitlich anzugehen. So ist es auch beim Thema achtsame Selbstständigkeit.

Ich denke Achtsamkeit, bezieht sich zum einen auf unsere individuellen, persönlichen Ressourcen und bewussten Umgang mit sich selbst. Zum anderen, steht gelebte Achtsamkeit für mich auch im Zusammenhang mit der Welt, die uns umgibt – soll heißen: Wie verhalte ich mich gegenüber meiner Umwelt? Welche Auswirkungen hat mein Handeln auf andere Menschen, die Natur etc.? Wie kann ich möglichst, mit meinen individuellen Fähigkeiten/Möglichkeiten einen positiven Unterschied für die Welt schaffen, der allen dient?

Das sind sehr komplexe Fragen und auch wenn ich sicher nicht die finale Antwort auf alles gefunden habe, möchte ich doch mit meiner Arbeit (und diesem Artikel) dazu beitragen, dass auch du deine Selbstständigkeit langfristig ganzheitlich achtsam(er) leben kannst. Für dich und die Welt. 🙂

In diesem Artikel geht es dabei um ersteres: Wie kannst DU achtsam selbstständig sein für dich?

10 Dinge die du tun kannst, um gesund mit deinen Ressourcen zu haushalten

Plane deinen Feierabend fest und fix ein

Hast du schon mal von “Selbst & Ständig” gehört? Das ist der Glaubenssatz den viele Freiberufler:innen, Selbstständige und Co. gegenüber ihrer Arbeit haben. Mensch macht alles selbst und das ständig. Ohne Pause. Ein super Rezept für deinen 1. Burnout.

Um dem vorzubeugen, solltest du dir überlegen, wie du arbeiten möchtest. Wie viele Stunden am Tag willst du in dein Business investieren? (Also in Aufträge, Marketing, Mails und Co.) Und wann willst du spätestens Feierabend machen, um dich in deine Freizeit zu begeben? Probiere dich hier aus, setze Zeiten fest und schau, wie du damit zurechtkommst. Und ja, natürlich darfst du das auch immer wieder anpassen – es ist schließlich deine Selbstständigkeit 😉

Mache einen Wochenplan, sodass du einen guten Überblick über deine To-Dos UND Pausenzeiten hast

Das “Selbst & Ständig” Bullshit ist, wissen wir jetzt. Was schon eher stimmt ist, dass deine To-do-Liste wahrscheinlich nahezu nie leer sein wird. Denn irgendwas können wir immer tun. Und das ist auch ok.
Wichtig ist nur, das du lernst, dich davon nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Um nicht einer Aufgabe nach der anderen hinterherzuhetzen, hilft es, dir genau zu überlegen, was du innerhalb einer Woche alles schaffen willst, wann du Pausen machen möchtest und was du am Ende der Woche erreicht haben möchtest, um zufrieden mit dir zu sein. Das kann von Woche zu Woche ganz unterschiedlich sein, denn wir sind nicht jederzeit gleich leistungsfähig 🙂

Überprüfe regelmässig deine Prozesse

Puhhh, Prozesse – was ist denn damit jetzt gemeint? Klingt irgendwie langweilig, denkst du jetzt vielleicht. Dabei sind Prozesse echt was Großartiges, denn gut aufgebaut machen sie dir deinen Business-Alltag um SO vieles leichter, strukturierter und entspannter. Zu Prozessen gehört z.B. wie du dein Marketing angehst, wie der E-Mail-Kontakt mit deinen Kund:innen während eines Auftrags abläuft, wie du deine Buchhaltung machst etc. Wie sieht es da gerade aus? Machen dir deine aktuellen Prozesse Freude oder hast du eher das Gefühl an 5 Baustellen gleichzeitig dran zu sein? Wenn Letzteres zutrifft: Was genau funktioniert noch nicht so gut? Welche Möglichkeiten hast du um deine Prozesse zu verbessern?

Eine super Anlaufstelle für Ideen hierfür ist z.B. Katrin Herdle, mit ihr habe ich Anfang 2021 meine Prozesse optimiert und dadurch bin ich jetzt produktiver in deutlich weniger Zeit – und selbst Buchhaltung macht mir nun mittlerweile Spaß 😇

Trenne Business & Freizeit

Deine Arbeit ist dein Hobby? Das ist super schön, versuch dir jedoch dennoch auch regelmäßig Zeiten zu schaffen, in denen du einfach kreativ/aktiv sein kannst, ohne dass dein Handeln “produktiv” sein muss – ich z.B. habe mir Makramee und Trockenblumen DIY-Kits bestellt und mache regelmäßig bei Kreativworkshops mit, die ich nur für mich mache – 0 businessbezogen. Oh und sobald es wieder geht werde ich wohl einen Mixed Martial Arts Kurs besuchen 😉

Welche Aufgaben kannst du abgeben?

Nichts für ungut, aber du kannst leider nicht in allem Expert:in sein. Und das ist auch vollkommen ok. 🙂 Deshalb: Gib Dinge ab, die du nicht gut kannst/dir keinen Spaß machen etc. Denn die eigenen Ressourcen zu schonen heißt auch, dass du nicht alles alleine machen musst. Ich z.B. habe meine Steuererklärung von Anfang an outgesourct, meine Finanzen bespreche ich mit meiner Finanzberaterin, die Website habe ich von Vielmehr Webdesign erstellen lassen und ja, auch eine Texterin habe ich mir als Unterstützung geholt. Denn so kann ich mich auf die Dinge konzentrieren die mir wirklich Freude bereiten: Aufträge, Produkte erstellen, Blog-Artikel & Co. 🙂

Check deine Bedürfnisse!

Welche Bedürfnisse hast du in Bezug auf deine Selbstständigkeit? Was brauchst du, damit es dir gut geht?

Essen & Trinken ist klar. Doch was noch? Ist dir z.B. Sicherheit besonders wichtig oder bist du eher risikofreudig? Schaffe dir langfristig ein Umfeld und einen Arbeitsalltag, der dir dabei hilft deine Bedürfnisse zu erfüllen – so kannst du entspannt deine Arbeit tun.

Bedürfnisse können sein:

Setze klare Grenzen

Es fällt nicht immer leicht und ist auch definitiv ein Lernprozess, doch auf lange Sicht tust du dir und deinen Klient:innen einen riesen Gefallen, wenn du dir deiner Grenzen bewusst bist und diese auch klar kommunizierst.

Du willst nicht spontan angerufen werden? Kommuniziere das oder gib gar nicht erst deine Nummer raus. Du bist ab 16 Uhr offline – teile das deinen Kund:innen etc. mit. Nur, indem du es kommunizierst, können sie es wissen und nur so kann eine entspannte, zielführende Zusammenarbeit für beide Seiten entstehen.

Dein Business, deine Entscheidungen

Mach dir immer wieder bewusst, dass du selbst festlegen kannst, wie schnell du wächst und dich entwickelst. Was Erfolg für dich bedeutet, bestimmst alleine du, und auch wenn es andere anders sagen: Du musst dich nicht nonstop weiterbilden und immer den neuesten Shit kennenlernen. Es ist auch vollkommen ok, deine feste Basis zu haben und sie nicht zu erweitern. You do you. 😊

 
 

 

 

Feste Mail-Zeiten

Noch ein Planungstipp: Aller 5 min Mails checken? Das killt deinen Fokus. Setze dir stattdessen feste Zeiten für Mails ebenso wie feste Fokus-Zeiten. Hier können auch Coworking-Sessions helfen um dich gemeinsam mit anderen für eine bestimmte Zeit zu committen, an einer Sache dranzubleiben.

Verwende Business-Tools

Es unheimlich viele tolle Programme in der Welt, die nur dafür da sind, dir deinen Business-Alltag leichter zu machen. Schau dich ein bisschen um und verwende sie, um deine Nerven zu schonen und somit zu mehr Leichtigkeit zu verhelfen. Auf Instagram habe ich auch schon darüber geschrieben, was meine liebsten Tools sind und wie/wofür ich sie benutze. Den Post dazu findest du hier.

Jetzt bist du dran: Wie machst du dein Business achtsamer?

Wie du gesehen hast, gibt es viele verschiedene Punkte um deinen Alltag als Selbstständige:r achtsamer & entspannter zu gestalten. Manches wird sich mit der Zeit erst rauskristallisieren, und einiges kannst du jetzt schon ausprobieren. Womit fängst du als Nächstes an? Und hast du vielleicht noch eigene Ideen und Ergänzungen zu dem Thema? Schreib es mir gerne bei Instagram! Ich freue mich sehr auf den Austausch mit dir 😊

Hallo, ich bin inga :)

Als Grafikdesignerin & Life Coach mit hohen sozialen sowie umweltbezogenen Werten teile ich hier auf dem Blog Wissen, Tipps & Tricks und Gedanken rund um werteorientiertes Business-Leben und Design.

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